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Was ist ein Nationalpark - Ziele und Hintergrund

Nationalparks (NLP) sind großflächige natürliche oder naturnahe Landschaften, in denen Natur Natur bleiben darf. Sie schützen Naturlandschaften in dem sie die Eigengesetzlichkeit der Natur bewahren und Rückzugsgebiete für wildlebende Pflanzen und Tiere schaffen. Sie sind unverzichtbar für die biologische Vielfalt und den Artenreichtum unserer Erde. Gleichzeitig schafft ein Nationalpark einmalige Erlebnisräume von Natur und sichert notwendige Erfahrungsräume für Umweltbildung und Forschung. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Erforschung natürlich ablaufender Prozesse, um diese auch als Referenz für naturnahe Bewirtschaftung von Wirtschaftswäldern zu nutzen. Darüber hinaus erhöhen die Nationalparks die Attraktivität ihrer Region und tragen mit zu ihrem wirtschaftlichen Wert bei.

Damit ein Nationalpark international anerkannt wird, müssen 75 % seiner Fläche komplett aus der Nutzung genommen werden und die natürliche Dynamik geschützt werden (= Naturzone I). Die Naturzone muss spätestens 30 Jahren nach Nationalparkgründung vollständig umgesetzt werden.

Internationale Regeln für Zonierung von Nationalparken (IUCN)

Andere Schutzgebietskategorien wie Naturpark oder Landschaftsschutzgebiet besitzen keine Kern- und Naturzonen denn ihre Zielsetzung ist anders. Hier stehen nicht die natürliche Dynamik und der Prozessschutz im Vordergrund, sondern der Kultur-landschaftsschutz und Tourismus.

UNESCO Biosphärenreservate sind großflächiger als Nationalparks und haben eine nachhaltige Bewirtschaftung und auf 3 % der Fläche auch den Schutz der natürlichen Prozesse zum Ziel.

 

Anforderungen an einen Nationalpark (Art 8 Bay NatSchG)

Nationalparkziele