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Gerade bei Gartenmöbeln werden immer noch Hölzer verwendet, die hinsichtlich Ihrer Herkunft problematisch sind und deren Verwendung zur Zerstörung von Urwäldern beiträgt.

 

FSC SiegelLogo des FSC
Holz aus FSC-Produktion im Amazonas Holz aus FSC-Produktion im Amazonas

Ein Großteil der Geschäfte bietet zwischenzeitlich Ware mit FSC-Zertifikat an. Beim FSC handelt es sich um eine Organisation zur weltweiten Zertifizierung von Forstbetrieben und Holzverarbeitungsbetrieben. Ziel ist die Erhaltung der Ökosysteme und der Artenvielfalt sowie der Wasser- und Bodenqualität durch eine nachhaltige Bewirtschaftung. Ferner werden auch soziale Kriterien, wie die Rechte der indigenen Bevölkerung, berücksichtigt. Mehr Infos erhalten Sie hier.

 Bei Holzarten wie Buche, Ahorn, Kirsche oder Robinie besteht nur eine relativ geringe Gefahr für die Urwälder. Ihr Kauf ist ohne FSC-Zertifikat akzeptabel, dabei ist allerdings noch keine bestmögliche, ökologische Waldnutzung garantiert.

 

 

 

Problematisch bezüglich ihrer Herkunft sind vor allem folgende Holzarten:

Kampagne zur Rettung des Paradieswaldes, Lake Murray, Papua Neuguinea Paradieswald, Lake Murray, Papua Neuguinea

Teak

Teakholz stammt zu einem großen Teil aus den Monsunwäldern Myanmars. Aus diesem Land gibt es insgesamt sehr wenig Informationen. Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass die dortigen Wälder nicht nachhaltig genutzt werden und Raubbau unter Missachtung der Menschenrechte betrieben wird.

Ein geringerer Teil des Teakholzes stammt von Plantagen, die größtenteils noch zur Kolonialzeit auf Java und Kalimantan angelegt wurden. Diese Sekundärwälder werden jedoch oft nicht nachhaltig bewirtschaftet, so dass Bodenerosion und Probleme bei den Wasser- und Nährstoffkreisläufen entstehen. Der Begriff Plantagenteak ist deshalb keine Garantie für ökologische Wirtschaftsweise. Für das Anlegen von Plantagen wird oft Regenwald gerodet.

Im Verlauf der letzten Jahre wird vermehrt Teakholz mit dem FSC-Zertifikat angeboten. Dabei handelt es sich überwiegend um Holz aus Plantagen in Süd- und Mittelamerika.

 

 

Bangkirai, Yellow Balau, Shorea, Keruing, Nyatoh

Aktion gegen Raubholz- Gartenmöbel bei Buttlers in München, 2006 Aktion gegen Raubholz- Gartenmöbel bei Buttlers in München, 2006
Transporter mit Merbauholz bei Lagerplatz in China Merbauholz aus Indonesien wird in China weiter- verarbeitet für Möbelindustrie und Hausbau

Hierbei handelt es sich um Holzarten aus den Regenwaldgebieten Südostasiens, in der Regel Indonesiens. In geringerem Umfang sind diese Holzarten mit FSC-Zertifikat erhältlich (z.B. Keruing). Ansonsten stammt das Holz in der Regel aus Raubbau an den dortigen Urwäldern.

 

Eukalyptus, Acacia mangium

Eukalyptus-Plantage im Regenwald in Brasilien Eukalyptus-Plantage im Regenwald in Brasilien

Die beiden Holzarten stammen ursprünglich aus Australien, werden aber heute weltweit in wärmeren Regionen in Form von Plantagen angepflanzt. Oft wird für diese Plantagen Urwald gerodet.

Andererseits existieren zwischenzeitlich eine Reihe von Eukalyptusanpflanzungen, welche die Kriterien des FSC erfüllen und vom FSC zertifiziert wurden.

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