Drucken
Folgen des geplanten Kiesabbaus, dargestellt durch das Grünzug Netzwerk Würmtal bei der Baumpflanzung am 7.7.2019

Mehrere Waldgebiete südwestlich von München sind durch die geplante Erweiterung des Kiesabbaus in der Region bedroht. Konkret liegen Pläne vor für die Rodung von 42 ha Bannwald im Forst Kasten zwischen Neuried, Fürstenried, Planegg und Krailling. Weitere 24 ha Wald sollen im Planegger Holz zwischen Planegg, Germering und Gräfelfing für die Kiesgrube weichen.

Doch zunehmend formiert sich Widerstand: In Neuried hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die sich auch mit Naturschützern im Würmtal vernetzt hat. Die Anwohner befürchten den Verlust ihres Naherholungsgebiets und Beeinträchtigung der Artenvielfalt. Außerdem drohen Lärm- und Umweltbelastung durch erheblichen Lastwagenverkehr zu den geplanten neuen Kiesgruben.

Waldschutz ist auch Klimaschutz. Daher erhalten die lokalen Bürgerinitiativen Unterstützung durch die Klimaschutzbewegung Fridays 4 Future, Parents 4 Future und Scientists 4 Future. Diese haben die symbolische Pflanzung einer Buche aus dem Hambacher Forst im Forst Kasten ermöglicht. Dazu versammelten sich am Sonntag, 7. Juli 2019 trotz regnerischen Wetters etwa 250 Anwohner und Unterstützer am Ortsausgang von Neuried.

Zusätzlich wurden eine Unterschriftensammlung (Würmtal-Appell) und eine openPetion gestartet, die sich an die Kiesabbau-Firma, an die Eigentümer der bedrohten Waldflächen, sowie an Vertreter der Kommunal- und Landespolitik richten.

Greenpeace München hat die Initiative mit einem ökologischen Waldspaziergang in Neuried am 11. August 2019 unterstützt. Dabei konnten sich AnwohnerInnen und Interessierte über die ökologische Bedeutung des Forst Kasten, verschiedene Baumarten und Waldnutzungskonzepte informieren.

Weitere Aktivitäten sind geplant. Nähere Informationen auch auf den Internetseiten der lokalen Bürgerinitiativen:

http://wald-neuried-erhalten.de/

http://rettet-den-wuermtaler-wald.de/

Unterschriftensammlungen:

openPetition: Würmtaler Wald erhalten! KLIMASCHUTZ statt KAHLSCHLAG für Münchens Kies!

Würmtal-Appell 2019