Steigerwald - schon geschützt?

 

Der bestehende Naturpark Steigerwald ersteckt sich über 128.000 ha. Für einen Nationalpark im Steigerwald eignet sich eine Fläche von 11.250 ha im 17.000 ha großen BaySF Forstbetrieb Ebrach an der Grenze zwischen Oberfranken (Landkreis Bamberg) und Unterfranken (Landkreis Schweinfurt & Landkreis Hassberge). Somit würde ein Nationalpark Nordsteigerwald weniger als 10 % der Fläche des Naturparks Steigerwald einnehmen.

Bislang sind nur knapp 500 ha durch Naturwaldreservate im Naturpark Steigerwald geschützt - das sind 0,39 % der Fläche des Naturparkes.

In dem vorgeschlagenen Nationalgebiet gibt es bereits kleinere Schutzgebiete, wobei die Ausweisung als Naturschutzgebiet nicht unbedingt ordnungsgemäße Forstwirtschaft ausschließt. Der Totalschutz wird durch Naturwaldreservate gewährleistet. Ein großes Schutzgebiet das die Naturwaldreservate Brunnstube und Waldhaus verbindet mit 775 ha wurde 2014 eingerichtet aber von der Regierung wieder rückgängig gemacht. Siehe hier

 

Naturschutzgebiete (NSG):

(in den meisten Flächen ordnungsgemäße Forstwirtschaft zugelassen)

  • Spitalgrund-Obereres Volkachtal (Erlen-Eschen-Bachauenwälder): 41,6 ha bzw. 20,7 ha des Forstbetriebs (NSG-Nummer 600.047)
  • Weihergrund bei Ebrach: 24,5 ha bzw. 0,3 ha des Forstbetriebs (Nr: 400.053)
  • Weilersbach: 93,0 ha bzw. 61,0 ha des Forstbetriebs (Nr: 600.098)
  • Dolinen im Mahlholz: 31,2 ha
  • Schulterbachtal: 31,2 ha bzw. 8,4 ha des Forstbetriebs (Nr: 600.072) 
  • Spitzenberg bei Ebrach: 25,0 ha bzw. 23,2 ha des Forstbetriebs (Nr: 400.050)
  • NWR Waldhaus mit Feuchtbereich Handthalgrund 105,5 ha (Nr: 400.090)

    Steigerwald Brunnstube

Naturwaldreservat (NWR): 431 ha

  • Waldhaus (09-120) ausgewiesen 1978: 90,7 ha
    Buchenwälder bodensaure Standorte und Erlen-, Ulmen-, Auen- und Feuchtwälder. Hier wurden die seltenen Urwaldreliktarten Osmoderma eremita (Erimit), Mycetochara flavipes und Allecula rhenana nachgewiesen
  • Zwerchstück (09-152) ausgewiesen 1998: 28,0 ha
    (Labkraut Eichen-Hainbuchenwälder) Ei-HBu-Wälder trocken-warmer Standorte u Bu-W bodensauerer
    Standorte
  • Mordgrund (09-156) ausgewiesen 1998: 24,9 ha
    Bu-Wälder und Wiesentäler
  • Brunnstube (09-121) ausgewiesen 1978: 49,9 ha
    Buchenwälder bodensaurer Standorte, Euchen-Hainbuchenwälder trocken-warmer Standorte
  • Kleinengelein (09-165) ausgewiesen 2010: 53,7 ha
    (Altbestand mit Waldmeister-Buchenwälder) Bu-Wälder basen- bis kalkreicher Standorte
  • Böhlgrund (09-165) ausgewiesen 2010: 183,4 ha
    Bu-Wälder basen bis kalkreicher Standorte, (Hangmischwälder und Schluchtwälder)

Im südlichen Naturpark Steigerwald (ausserhalb der Nationalparkkulisse) liegen noch die Naturwaldreservate:

  • Speckfeld: 18,6 ha
  • Wolfsee: 36,8 ha