Presseerklärung vom 23. Oktober 2000

Greenpeace Gruppe München startet Internet Gewinnspiel gegen Gentechnik bei McDonalds

München, den 23.10.2000 – Die Greenpeace Gruppe München startet am heutigen Tag ein Gewinnspiel gegen den Einsatz von gentechnisch verändertem Tierfutter bei McDonalds. Über die Internet-Seiten der Greenpeace Gruppe München kann sich jeder unter http://www.greenpeace-muenchen.de an diesem Gewinnspiel beteiligen.

Seit Mitte Juli demonstrieren Greenpeace Aktivisten bundesweit vor McDonalds Filialen gegen den Einsatz von Gentechnik im Essen. Am 9. und 10. September begann man u.a. in München mit Klebeaktivitäten bei mehreren McDonalds Filialen. Durch Anbringen von Plakaten an Scheiben, an Eingangstüren und in Innenräumen der Geschäftsstellen oder mit Hilfe von Aufklebern mit dem Hinweis „Achtung genmanipuliert“ im Kassen-be-reich wird auf die Genmanipulation bei McDonalds Produkten hingewiesen. Des weiteren wurden auf City Light Plakaten und verschiedenen Gewerbehinweistafeln Warnhinweise mit der Aufschrift „GenManipuliert“ angebracht. Mittlerweile wurde McDonalds im Großraum München über 70 mal auf diese Weise aufgefordert, ihre Produkte gentechnikfrei zu produzieren.

Zu einigen der Klebeaktivitäten sind jetzt auf den Internet-Seiten der Greenpeace Gruppe München Fotos zu finden, die mit einem Gewinnspiel verbunden sind. Bei diesem Spiel soll das Beste Bild gewählt werden. Jeder Mitmacher nimmt an einer Verlosung teil, die beendet wird, wenn McDonalds sich endlich bereiterklärt, gentechnikfrei zu produzieren.

"McDonalds hat keine allgemein gültigen Qualitätsstandards. In anderen europäischen Ländern werden die Produkte längst ohne gentechnisch verändertes Tierfutter produziert, nur in Deutschland glaubt McDonalds, den Verbrauchern mindere Qualität andrehen zu können", sagt Klaus Müller, Gentechnik-Experte der Greenpeace Gruppe München.

Inzwischen zeichnet sich bundesweit ein Trend ab, auf den Verbrauch von gentechnisch manipuliertem Tierfutter mehr und mehr zu verzichten - die größten deutschen Produzenten von Hähnchenfleisch legen mittlerweile großen Wert darauf, ihre Tiere ohne gentechnisch veränderte Futtermittel und ohne Tiermehl zu mästen. "McDonalds zieht scheinbar unkontrollierte Billigware aus dem Ausland vor und kann deshalb keine Garantien geben. Dies ist im Hinblick auf den Verbraucherschutz nicht akzeptabel", sagt Klaus Müller.

Seit Wochen beschweren sich nun auch Gäste von McDonalds massiv über die  Gentechnik-Politik des Konzerns und fordern die Verantwortlichen schriftlich dazu auf, endlich auf gentechnisch verändertes Tierfutter bei der Produktion ihrer Gerichte zu verzichten.