Antarktis

Eisberge treiben im Südpolarmeer.


 
Greenpeace Schiff Esperanza im Südpolarmeer  Eisberge treiben im Südpolarmeer  

In den Eismassen der Antarktis stecken 85,7% des gesamten Süßwassers der Erde, gebunden im riesigen antarktischen Eisschild, der unseren kleinsten und kältesten Kontinent bedeckt. An seinen Rändern schließen sich große Schelfeisgebiete an, von denen gigantische Tafeleisberge kalben (siehe Bild oben). Das auf dem Meer schwimmende Eis stellt die Basis für das gesamte Ökosystem dar, denn der Krill – das erste Glied in der Nahrungskette – nutzt das Schelfeis als Kinderstube.

 

 Krill. Hard to believe, but this tiny creature feeds the entire Antarctic, from whales to fish to penguins.  

Diese kleinen Krebse (Krill) sind die Grundlage der gesamten antarktischen Nahrungskette

Buckelwale bei der Krilljagt

Mit dem Inkrafttreten des Umweltschutzprotokolls im Antarktisvertrages (1998) wurde dieser einzigartige Naturraum offiziell zum Weltpark erklärt – ein riesiger Erfolg der internationalen Umweltschutzbewegung, hinter der auch eine der größten Greenpeacekampagnen stand.

 

Trotzdem ist auch das Südpolarmeer ein bedrohter Lebensraum. Der Klimawandel lässt das Schelfeis schrumpfen, was die so wichtigen Krillbestände bedroht, die gleichzeitig immer mehr ins Visier industrieller Fangflotten geraten. Auch die illegale Jagt auf den schwarzen Seehecht zeigt, dass Meeresschutzgebiete längst keine Garantie gegen die Plünderung darstellen.

Lebendiger Patagonischer Zahnfisch (Schwarzer Seehecht), der sich an an einer treibenden Langleine verfangen hat.

Der Schwarze Seehecht wird bis zu 50 Jahre alt und erst im Alter ca. 10 Jahren geschlechtsreif.