Madsen Konzert

Weihnachtszeit = Geschenkezeit = Retourenzeit / Greenpeace Moosburg & Greenpeace München auf dem Konzert der Band Madsen in der Tonhalle

 

22.12.2018 Der beste Beweis dafür, dass Erlebnisse tausendmal schöner sind als jedes Geschenk von Amazon.de: Das Konzert von Madsen! 💚💙💜

 

Wir durften die Band Madsen auf ihrer Tour mit einem Infostand begleiten. Passend zur Vorweihnachtszeit haben wir auf das Thema Konsum aufmerksam gemacht. Denn was die wenigsten wissen - ein großer Teil der Retouren werden nicht wieder verkauft, sondern landen im Müll. Warum? Es lohnt sich nicht für Amazon & Co. die Sachen wieder zu verkaufen oder zu spenden. Damit sich das ändert, fordern wir die Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf, sich für ein Ressourcenschutzgesetz einzusetzen. Es soll die Unternehmen dazu verpflichten, die Mengen ihrer vernichteten Waren zu veröffentlichen. Mehr unter www.greenpeace.de/stoppt-die-verschwendung 

DER COUNTDOWN LÄUFT! ⏳ FÜR EIN MEERESSCHUTZGEBIET WEDDELLMEER 

 

Morgen beginnt die Antarktis-Konferenz CCAMLR in Australien und berät über das größte Meeresschutzgebiet der Welt im Weddellmeer

 

Um den deutschen Delegierten aus Bundesumweltministerium, Bundeslandwirtschaftsministerium und Alfred-Wegener-Institut zu zeigen, wie vielen Menschen der Schutz des Weddelmeers am Herzen 💚🐧     liegt, waren wir heute mit einer mobilen Antarktis-Fotowand vor dem Sealife in München. Die Besucher konnten sich davor fotografieren lassen und mit ihrem #ProtectAntarctic Post bei Twitter, Instagram & Facebook den Delegierten mit auf den Weg geben, dass sie viele Unterstützer haben, bei ihrem Einsatz für ein Schutzgebiet in der Antarktis

 

DAS SAGEN DIE PARTEIEN ZU DEN WICHTIGSTEN THEMEN DES PLANETEN 

Wahlkompass Bayern 2018 Umweltpolitik

#DeinBayernDeineWahl

Der heiße Sommer war für viele eine tolle Zeit zum Baden und Sonnen. Doch er führte auch zu großen Ernteeinbußen und Waldbränden. Solche lang anhaltenden Hitzewellen werden durch die Klimakrise jedes Jahr wahrscheinlicher. Höchste Zeit, gegenzusteuern, in der Energie-, Landwirtschafts-, Verkehrs- und Umweltpolitik. Eine Landtagswahl ist eine gute Gelegenheit genau hinzuschauen, welche Schwerpunkte die verschiedenen Parteien in Bayern in Sachen Umweltschutz setzen. Wie sehr sie sich für gesunde Luft, klare Seen und starke Wälder einsetzen.

Mit dem Greenpeace-Wahlkompass Bayern haben wir CSU, SPD, den FREIEN WÄHLERN, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und AfD auf den Zahn gefühlt.

Dreizehn Fragen aus den Bereichen Waldschutz, Landwirtschaft, Energiewende und Verkehrswende geben Ihnen vor der Landtagswahl am 14. Oktober 2018 einen kompakten Überblick über zentrale umweltpolitische Positionen der Parteien in Bayern.

Der digitale Wahlkompass: www.naturwald-bayern.de/wahlkompass2018

Download Wahlkompass

 

WARUM IST PLASTIK IN MEINEM DUSCHGEL?

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Diese und weitere Fragen rund ums Thema Plastik beantworteten wir heute interessierten Athleten und Besuchern des 33. Wörthseetriathlons Denn egal ob Sonnenmilch, Zahnpasta, Peeling, Shampoo, Lotion oder Lippenstift: Unsere Badezimmer sind...

50er Jahre: Planung einer Staustufe unterhalb der Befreiungshalle bei Weltenburg

70er Jahre: Planung von Staustufen bei Vohburg und Eining

1982: Staustufenplanungen wurden offiziell gestoppt

1992: Fertigstellung des Rhein-Main-Donau-Kanals

1996: Eröffnung des österreichischen Nationalpark Donauauen bei Hainburg mit 9.300 Hektar, davon ca. 65% Auwald-, 15% Wiesen- und ca. 20% Wasserflächen

2009: Plan der CSU für neue Staustufen und weiteren Ausbau der Donau

2013: Erfolg für den Naturschutz: Entscheidung des bayerischen Kabinetts die Donauauen zwischen Straubing und Vilshofen sanft auszubauen

Mai 2017: Aufnahme der Donauauen in die möglichen Nationalparkgebietsdiskussionen

Juni 2017: Studie zu sozioökonomischen Effekten in der Nationalparkregion Donauauen durch Prof. Dr. Hubert Job. Die Studie finden Sie hier (4,7 MB). Der Vergleich zu den anderen Gebieten Rhön/Spessart finden sie hier (0,9 MB).

Oktober 2017: Auch die Isarauen werden geprüft, ob diese im Verbund zu den Donauauen als Nationalpark ausgewiesen werden können

Januar 2018: Bürgerinitiative für einen Nationalpark in den Auwäldern gründet sich

April 2018: Der neue Ministerpräsident stoppt die Nationalparksuche trotz vieler Befürworter - Kommentar

Juli 2018: Als Ersatz für einen Nationalpark soll ein Donauaquarium gebaut werden. Zusammen mit dem Haus im Moos soll es Erhalt und Stärkung der Biodiversität der Donau mit ihrer Auelandschaft abdecken. Auch soll ein die Weltenburger Enge als Nationales Naturmonument ausgewiesen werden. Der eindrucksvolle Donaudurchbruch mit den Felsbereichen und ihrer schützenswerten Naturausstattung ist ein einmaliges Naturschauspiel. Link Unterschied Nationalpark/Nationales Naturmonument

 

Hintergründe zur Donau finden sie bei der Gregor Louisoder Umweltstiftung - Der Kampf um die Donauauen

Wie viel ist im Biosphärenreservat Rhön bereits geschützt? 

Das von der UNESCO anerkannte Biosphärenreservat Rhön mit 184.939 ha liegt im Dreiländereck Thüringen, Hessen und Bayern. Der bayerische Teil des Biosphärenreservates (BSR) ist 72.802 ha groß. In ihm liegt der Truppenübungsplatz Wildflecken, das FFH-Gebiet Bayerische "Hohe Rhön" mit 19.260 ha und teilweise auf der gleichen Fläche liegen 8 Naturschutzgebiete mit 7.347 ha:

  • NSG Lange Rhön mit 3.292 ha,
  • NSG Gangolfsberg mit 179 ha,
  • NSG Mühlwiesen im Elsbachtal mit 69 ha 
  • NSG Dünsberg mit 75 ha
  • NSG Steinberg und Wein-Berg mit 302 ha
  • NSG Feuchtbereiche am Steizbrunn-Graben mit 99 ha
  • NSG Sinnquellgebiet und Arnsbergsüdhang mit 161 ha
  • NSG Schwarze Berge mit 3.170 ha

und 10 Naturwaldreservate (325 ha - gleichzeitig Kernzone vom Biosphärenreservat):

  • NWR Eisgraben mit 28,7 ha, Artenreicher Schluchtwald in der Hochrhön
  • NWR Schlossberg mit 27,1, Artenreicher Laubmischwald auf Basalt in der Hochrhön
  • NWR Elsbach mit 55 ha, Artenreicher Laubmischwald an den Einhängen des Elsbaches in der Hochrhön
  • NWR Lösershag, Buchen-Wald mit Edellaubbäumen auf Basalt in der Kuppenrhön, 63,5 ha
  • NWR Kalkberg, Buchenwald mit Edellaubbäumen und Fichte auf Kalk in der Kuppenrhön, 23,66 ha
  • NWR Platzer Kuppe, Buchenwald auf Vulkankuppe in der Kuppenrhön, 24,4 ha
  • NWR Schwarzes Moor, Hochmoor mit Birke, Kiefer und Fichte in der Hochrhön, 59,5 ha
  • NWR Großes Moor, Übergangs- und Hochmoor der Hochrhön 8,96 ha
  • NWR Kleines Moor, Karpatenbirken-Moorwald der Hochrhön 3,2 ha
  • NWR Stengerts, (Kommunalwald) Waldmeisterbuchen- und Blockschuttwälder mit Übergängen zum Bachauenwald, 29,4 ha

Während in den meisten Naturschutzgebieten Wegegebot vorgeschrieben war. Waren bislang waren nur die Naturwaldreservate von der Forstwirtschaft und Landwirtschaft ausgenommen. Auch in den Naturschutzgebieten durfte ordnungsgemäße Land- und Forstwirtschaft durchgeführt werden. Da zur Anerkennung der Biosphärenreservate mindestens 3 % Kernzone erforderlich ist, wurden Teile der Naturschutzgebiete, Naturwaldreservate und sonstige wertvolle Fläche als Kernzone mit 3.485 ha ausgewiesen. Diese Kernzone liegt allerdings sehr zerstreut in der Fläche und ist nicht zusammenhängend.

Diese Kernzonen wurden mit 2.600 ha von der BaySF (Forstbetriebe Bad Kissingen mit 1.640 ha, Bad Königshofen mit 499 ha und Hammelburg mit 458 ha) eingebracht:

  • 1.322 ha (50,8%) werden sofort unter Prozessschutz gestellt,
  • 825 ha (31,7%) wird noch Waldumbau bis 2024 gemacht (Fichtennutzung).
  • auf 387 ha (14,9)wird der Umbau noch länger als 2024 genehmigt.

Mit einem weiteren Großteil der Kernzonen (728 ha) haben sich auch die bayerischen Kommunen an den Kernzonen beteiligt. Neben den Landesforsten und den Kommunen hat der Bundesforst mit Teilen des Truppenübungsplatzes Wildflecken in die Kernzone eingebracht. 1.200 ha Bundeswald liegen in den Kernzonen (davon 404 ha in Bayern) - Diese Flächen des Truppenübungsplatzes sind nicht in in der NSG-Verordnung mit eingeflossen sondern sind vertraglich geregelt. 

Die gesamten bayerischen Kernzonen sind auf 55 Teilflächen verteilt.

Zusammengefasst: Die bayerische Rhön hat zwar schon Flächen (ca 3 % der bayerischen Rhön) auf denen der Wald gut geschützt ist. Die Flächen sind aber jeweils sehr klein und breit verteilt. Hier würden größere zusammenhängendere Flächen in einem Schutzkonzept sinnvoll sein.

Lavendelsäckchen nähen
 
Ihr habt ein altes Laken, eine Tischdecke mit Flecken, die nicht wegzuwaschen sind oder ähnliches? Ihr habt außerdem auch eine Lavendelpflanze im Garten, deren Blüten trocken sind? Dann könnt ihr anstatt aus dem Stoff (nur) Wischlappen zu machen Lavendelsäckchen nähen! Sie sorgen für einen schönen Duft im Kleiderschrank und halten Schädlinge fern.
 
Schneidet dafür viereckige, beliebig große Stücke aus dem Stoff. Faltet das Stoffstück in der Mitte und näht mit kleinen Stichen am Rand, so dass eine Tüte entsteht. Lasst ein kleines Loch ganz oben offen, so dass das Säckchen umgekrempelt werden kann. Dann sieht es schöner aus. Jetzt kannst du es mit Lavendel füllen. Mit einem Teelöffel geht es leicht. Auch Stiele und Blätter können zerkleinert mit hinein gegeben werden.  Danach muss die Öffnung mit kleinen, dichten Stichen zugenäht werden. Möglich ist es natürlich aus, eine der kurzen Seiten ganz offen zu lassen. Nach dem Umkrempeln und Auffüllen kann die Öffnung auch einfach mit einem Band zugebunden werden.
 
Wenn ihr ganz sicher sein möchtet, dass das Säckchen dicht ist, könnt ihr ein inneres Säckchen nähen, und nur dieses mit Lavendel füllen. Das ist auf den Bildern der Fall.

Lavendel in Lavendelsäckchen


 
 

Repräsentative Umfrage: Mehrheit der Bevölkerung und CSU-Wähler in Spessartregion unterstützt Nationalpark

Suche nach einem Standort für dritten Nationalpark in Bayern geht in Konzeptionsphase

München, 13.07.17 – Eine stabile Mehrheit der Menschen in der Spessartregion befürwortet die Einrichtung eines Nationalparks. 66 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Emnid-Umfrage sprechen sich für einen Nationalpark dort aus. Im März 2017 unterstützten 64 Prozent einen solchen. Die Umfrage wurde im Spessart und in Stadt und Landkreis Würzburg im Auftrag der Umweltverbände BUND Naturschutz in Bayern (BN), Greenpeace, LBV (Landesbund für Vogelschutz) und WWF Deutschland durchgeführt. Auch bei CSU-Wählern findet ein Nationalpark im Spessart breite Zustimmung: 62 Prozent der Befragten, die laut Umfrage bei der nächsten Landtagswahl CSU wählen wollen, befürworten diesen. Zentrale Vorbedingung für einen Nationalpark ist die Akzeptanz in der Bevölkerung – diese ist damit belegt.

Bereits Mitte Juli entscheidet die Landesregierung, welche Region oder Regionen sie in einer Konzeptionsphase zur Planung eines Nationalparks berücksichtigen wird. Seit Bekanntgabe des Nationalparkvorhabens durch Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) im August vergangenen Jahres wurden viele falsche Informationen rund um das Thema Nationalpark im Spessart verbreitet, so die Umweltverbände. Trotzdem bleibt die mehrheitliche Akzeptanz für die Einrichtung eines Nationalparks in der Spessart region stabil.

„Die Landesregierung sollte den Spessart daher bei der kurz bevorstehenden Kabinettsentscheidung in die Konzeptionsphase übernehmen. Dann bleibt der Region ausreichend Zeit, sich mit Fakten und sachlichen Informationen zum Nationalpark auseinanderzusetzen,“ sagt BN-Vorsitzender Hubert Weiger. „Dazu gehören vor allem die Ergebnisse der durch die Landesregierung in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudien. Denn darin finden sich Antworten auf die Fragen, die besorgte Bürgerinnen und Bürger zum Nationalpark gestellt haben. Die Menschen im Spessart haben ein Recht auf Antworten und darauf, dass sie die Chancen eines Nationalparks auf Basis dieser Ergebnisse weiter prüfen dürfen.“

Aus naturschutzfachlicher Sicht der Umweltverbände sind – neben dem Steigerwald – die Wälder des Spessarts der Spitzenkandidat für die Einrichtung eines Nationalparks von allen in der Auswahl befindlichen Regionen – hierin sind sich die vier Umweltverbände BN, Greenpeace, LBV und WWF einig. „Auch die Rhön und die Donau auen haben Potential, aber die Laubwälder im Spessart gehören zu den ältesten in ganz Deutschland und sind daher etwas ganz Besonderes. Für ihren Schutz tragen wir nicht nur eine nationale, sondern auch eine internationale Verantwortung“, so Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV.

„Die Landesregierung von Horst Seehofer begeht einen groben Fehler, wenn sie den Spessart aus der Konzeptionsphase aus schließt. Er ist naturschutzfachlich am besten geeignet, wird von einer stabilen Mehrheit der Bevölkerung in der Region gewünscht und ist selbst in der CSU mehrheitlich willkommen. Die Konzeptionsphase muss genutzt werden, Fragen zu klären, Kritiker mit ihren Anliegen einzubinden und so am Ende hoffentlich einen Nationalpark mit internationalem Prädikat im Spessart zu feiern“, sagt Martin Kaiser, Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland.

„Die Landesregierung hat immer wieder betont, bei der Auswahl der Region für einen dritten Nationalpark in Bayern den Willen der Bevölkerung zu berücksichtigen. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen: Die Landesregierung hat den klaren Rückhalt der Bevölkerung der Region auch unter den CSU-Wählern, den Spessart mit in die Konzeptionsphase zu nehmen“, betont Wolfgang Hug, Leiter des WWF-Büros in Bayern.
 
Hintergrundinformation zu der Emnid-Umfrage:
Das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid befragte zwischen dem 30.6. und 5.7.2017 1.000 Menschen aus den Landkreisen Aschaffenburg, Miltenberg, Main-Spessart, Würzburg sowie den kreisfreien Städten Aschaffenburg und Würzburg. Die Befragung wurde bevölkerungsproportional durchgeführt. Die Verteilung der Telefoninterviews orientierte sich an der Einwohnerverteilung auf die einzelnen Landkreise und Städte.

Die Ergebnisse der Umfrage online: www.lbv.de/spessart

"Tomorrow - Eine andere Welt ist möglich"

Filmvorführung im EineWeltHaus

 

Ist Privatwald im Ammergebirge betroffen?
Nein. Die Wälder im Nationalparksuchraum beschränken sich auf die öffentlichen Staatswälder die im BaySF Forstbetrieb Oberammergau (44.390 ha) bewirtschaftet werden. Die Initiative Nationalpark Ammergebirge gibt den Suchraum mit 23.000 ha an – Der Erweiterungsteil im Wetterstein ist etwa 6.800 ha groß. Die Naturwald-Studie von Greenpeace mit 17.000 ha Wald incl. des südlichen Reintales. Der in privater Hand befindliche Eibsee ist ansonsten noch inkludiert in dem Vorschlag der Initiative Ammergebirge. Der an der Grenze liegende Besitz der österreichischen Bundesforsten wird von dem Suchraum ausgespart. Dieses wäre eine Erweiterungsoption, wenn auch Österreich das Gebirgsmassiv um die Geierköpfe mit einbringen will, um eine grenzüberschreitende Nationalparklösung umzusetzen.
Für die auf den Staatswaldflächen lastenden eigentumsgleichen Altrechten für die Brennholznutzung müssten in der Pflegezone ausgewiesen werden. Es handelt sich um ca 2.000 Ster Brennholz und um 200 fm Stammholz pro Jahr. (Quelle Süß BaySF, 2009 und 2011)
Das Reintalanger ist im Besitz der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen

Wachsen die traditionellen Almen zu? 
Es gibt mehrere bewirtschaftete Almen. Die vorhandenen Lichtweiden sollen in die Managementzone integriert werden. Eine Beweidung und Offenhaltung der Flächen ist aus kulturhistorischer aber auch aus Naturschutzgründen langfristig erwünscht. Waldweiderechte sollten schon mit dem Beschluss des Landtages 1986 abgelöst werden. Innerhalb von 30 Jahre sollte nach dem Nationalpark-Vorschlag die Beweidung ausserhalb der Lichtweiden, sprich im Wald, abgelöst werden. Die Beweidung von rund 630 ha (davon knapp 200 ha Lichtweide) ist im Staatsrevier Hohenschwangau (= schwäbischer Teil des NLP) durch Pachtverträge zwischen Nutzer und den Bayerischen Staatsforsten geregelt mit einer Bestoßung von maximal 190 Rindern, d.h. Jungvieh und einige Kühe für die Versorgung der Hirten (Quelle: GREINDL, J., FB Oberammergau BaySF, 2009).
Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sind die privaten Weiderechte in das Grundbuch eingetragen. So sind im Werdenfels die Staatswälder, quasi genossenschaftlich organisiert, fast ganz mit Weiderechten belastet. Insgesamt sind es ca. 9.000 ha, wobei derzeit etwa 5.000 ha mit Schwerpunkt im südlichen Ammergebirge (Einhänge zur Loisach) beweidet werden mit einem Auftrieb von etwa 550 Rindern und ca. 550 Schafen (Quelle: SÜß, M., Leiter FB Oberammergau BaySF, 2009 und 2011). Addiert man dazu noch gerundete 4.000 ha für die Pufferzonen und die Objektschutzwälder, würden diese zusammen mit der aktuellen Gesamt-Weidefläche im NLP eine anfängliche Pflegezone von geschätzt etwa 9.000 ha ergeben. Damit würde die Kernzone einen Anteil von rund 60 % zu Beginn der Schutzgebietsfestsetzung einnehmen.
Klar ist aber auch, dass durch die Nationalparkverordnung Eigentumsrechte nicht angetastet werden; der Freistaat Bayern wäre ansonsten entschädigungspflichtig. Ausschlaggebend für eine konsensuale Lösung der Waldweide im Werdenfelser Teil des NLP-Projekts wird der feste politische Wille sein, einen Nationalpark „Ammergebirge“ einzurichten.

Was soll das Wildmanagement im Ammergebirge durchgeführt werden?
Im Ammergebirge gibt es große Bereiche der Schutzwaldsanierung. Hier ist Schalenwildbejagung (insb. Gamswild, Rotwild und Rehwild) wichtig um den Erfolg der Sanierungsflächen zu garantieren. Ganz besonders wichtig sind die Objektschutzwälder (Lawinenschutz oberhalb von Bebauung). Derzeit bestehen schon 6.000 ha Jagdruhezonen in Bereichen in denen der Wald nicht vor Verbiss geschützt werden muss (z.B. Friederstock, Höllentalbereich). Zum Schutz vor Verbiss im Winter sind im Nationalparksuchraum dzt. 7 Wintergatter für das Rotwild (ca 700 Tiere im Winter). Ausserhalb der Wintergatter wird mindestens ein ebenso hoher Rotwildbestand geschätzt. Die Tanne (ca 10 %) wird häufig durch Rehe verbissen.
Wintergatter gibt es bereits in anderen Nationalparken z.B. Nationalpark Bayerischer Wald – in der Pflege/Managementzone. Mittelfristig, insbesondere bei Wiedereinwanderung von Luchs und Wolf, sind solche Wintergatter zu überdenken.

Was ist mit den Skiliften – Ist Skifahren im Nationalpark erlaubt?
Bestehende Skiabfahrten und Lifte haben Bestandsschutz. Die Skigebiete von Garmisch Partenkirchen sind außerhalb der Suchkulisse des neuen Nationalparks.

Kann der Nationalpark in Zeiten des Klimawandels eine Alternative zum Skitourismus sein?
Die Einrichtung eines Nationalparks, kann auch als neue wirtschaftliche Strategie gesehen werden. Denn durch die Erwärmung des Klimas wird der Wintersport in der Region stark abnehmen. So wird auch schon mehrere Jahre in Folge der Saisonstart verschoben, da wenig oder gar kein Schnee gefallen ist. Das Ammergebirge eignet sich ideal für einen alternativen Wandertourismus, da hier ein Großteil der Hänge nicht durch den Skitourismus mit beschneiten Abfahrten und Skiliften erschlossen wurde. Nur der Skitourismus auf dem Gletscher der Zugspitze ist professionell ausgebaut. Aber die Fläche südlich der Zugspitze ist von der Nationalparkfläche ausgenommen. Durch die Klimaerwärmung werden Gebiete unter 2.000 m – und das sind die meisten bayerischen Skigebiete - enorme Probleme in Bezug auf eine sichere Schneelage bekommen. Entweder wird noch kurzfristig versucht durch Schneekanonen den Zeitpunkt einer Strukturänderung nach hinten zu schieben oder man investiert heute schon in zukunftsfähigere Konzepte. Gerade am Tourismus hängen viele Arbeitskräfte in der Region. Ein Nationalpark kann Arbeitsplätze schaffen. Das zeigen viele Beispiele aus Regionen mit Nationalparks.

Verträgt sich der Massentourismus der Königsschlösser mit einem Nationalpark?
Mit der Erweiterung um das südliche Naturschutzgebiet Schachen und Reintal würden im Nationalparkgebiet drei Königschlösser liegen - Schloss Neuschwanstein, Schloss Linderhof und das Schachen Königshaus - eingerahmt von den Ortschaften Oberammergau, Garmisch und Füssen. Die Sehenswürdigkeiten würden auch einen potentieller Namen "König-Ludwig-Nationalpark" ableiten. Neuschwanstein gehört heute zu den meistbesuchten Schlössern und Burgen Europas. Etwa 1,5 Mio Besucher kommen jährlich. Im Sommer kommen mehr als 6.000 Besucher täglich. Das Schloss Linderhof hat etwa 430.000 Besucher im Jahr und das Jagdschloss Schachen immerhin noch 11.600 Besucher im Jahr. Die meisten Besucher der Schlösser sind Tagestouristen. Hier gilt es für die Region durch zusätzliche Angebote z.B. geführte Wanderungen in den naheliegenden Nationalpark, Erlebnis-Nationalpark-Infozentren oder Nationalpark-Tiergehegezone zusätzliche Übernachtungsgäste zu gewinnen.
Die Schlösser und deren Infrastruktur sollten ausserhalb der Nationalparkfläche sein (z.B. Neuschwanstein) oder in die bewirtschaftete Erholungszone integriert werden (z.B. Schachen). Aber ein Überrennen des Nationalparks mit Massentourismuss ist nicht zu befürchten, wenn man frühzeitig Infrastrukturkonzepte plant. Beispiele aus vielen Nationalparks zeigen, dass trotz vieler Besucher sich letztendlich die meisten Besucher entlang gut ausgeschildeter Wanderrouten und spezieller Sehenswürdigkeiten bewegen. So sind zwar über 1,3 Mio Besucher im Nationalpark Bayerischer Wald zu verzeichnen, die meisten nutzen aber nur den Baumkronenpfad, die Nationalparkinfozentren, das Tierfreigelände und eine Tour zum Lusen. So bleiben viele Naturschätze nur den wirklich interessierten Besuchern vorbehalten.

Müssen Borkenkäfer bekämpft werden?
Borkenkäfer spielen nur in Fichtenbeständen eine Rolle. Insbesondere nach kleinräumigen Sturmwürfen können sich die Fichtenborkenkäfer (Buchdrucker und Kupferstecher) stark ausbreiten, falls es Temperaturen > 1 Grad länger erreicht. So sind Fichtenwälder in höheren Lagen natürlich gegen Borkenkäfer geschützt. Im Zuge der Klimaerwärmung und generelle Schwächung der Bäume durch Luftschadstoffe und lange Trockenperioden, können die Fichtenborkenkäfer größere Schäden in unteren und mittleren Lagen bis 1.500 m ü NN verursachen.
In den 500 Meter breiten Randzonen (max 1.000 Meter) zu angrenzenden Privatwäldern muss der Fichtenborkenkäfer im Nationalpark bekämpft werden. In Naturzonen wird keine Borkenkäferbekämpfung durchgeführt. Auch in den Objektschutzwäldern (Schutzwaldsanierungsbereiche) sollte ggfl. Borkenkäferbekämpfung zusammen mit einer Umwandlung in Mischwälder durchgeführt werden. Deshalb ist es wichtig betroffene Fichtenbestände im Nationalparksuchraum zu identfizieren, den Nachbarbestand einzuschätzen und dann in ein sinnvolles Zonierungskonzept einzubauen. Infos zu Borkenkäfern und Erfahrungen aus dem Nationalpark Bayerischer Wald