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Greenpeace fordert "Pause" für Orang-Utans
Wie KitKat-Hersteller Nestlé zur illegalen Abholzung des Regenwalds beiträgt
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Hamburg/München, 10.04.2010 – „Give the Orang-Utan a break“, fordern heute Greenpeace Gruppen mit Postern und Protestpostkarten in 39 deutschen Städten. Sie informieren die Verbraucher darüber, wie Lebensmittelhersteller Nestlé indirekt zur Zerstörung des Urwalds und damit zum Aussterben der bedrohten Orang-Utans beiträgt. Nestlé verwendet Palmöl der Sinar Mas Gruppe, die die Regenwälder Indonesiens abholzt, um Ölpalmplantagen anzulegen. Das Palmöl verwendet Nestlé zum Beispiel für seinen Schokoriegel Kitkat. Mit den Postkarten von Greenpeace können die Verbraucher den Geschäftsführer von Nestlé Deutschland auffordern, die Zusammenarbeit mit Sinar Mas zu beenden. Leider setzt das Unternehmen bislang auf eine Verzögerungstaktik und verschuldet somit die weiter gehende Abholzung des Regenwaldes mit.

Indonesien ist drittgrößter Produzent von Treibhausgasen

Indonesien ist das Land, in dem die Urwaldzerstörung wegen des Anbaus von Ölpalmen am schnellsten voranschreitet. Seit 1950 sind in Indonesien 74 Millionen Hektar Wald vernichtet worden, eine Fläche doppelt so groß wie Deutschland. Besonders dramatisch ist die Rodung und Trockenlegung von Torfwäldern, da diese rund zehn Mal mehr Kohlenstoff speichern als andere Urwälder und viele vom Aussterben bedrohte Arten wie Orang-Utans, Sumatra-Tiger oder Java-Nashörner beheimaten. Aufgrund der Urwaldzerstörung ist Indonesien – nach China und den USA – bereits der drittgrößte Produzent von Treibhausgasen.

Neben Nestlé gibt es noch weitere schwarze Schafe: In vielen Produkten unseres Alltags – Lebensmittel, Kosmetika und Waschmittel – kann aufgrund der mangelhaften Rückverfolgbarkeit in der Herstellungsprozesskette nicht ausgeschlossen werden, dass Palmöl aus Urwaldzerstörung enthalten ist.

 

Weitere Informationen finden Sie bei Greenpeace Deutschland.
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