Poesie zum Tag des Waldes

Am 21. März war der internationale Tag des Waldes. Zu diesem Ehrentag möchten wir hier ein Gedicht teilen. Das Gedicht ist entstanden, als wir gemeinsam mit Greenpeace Würzburg, Greenpeace Bamberg und Greenpeace Augsburg den wunderschönen Steigerwald besucht haben. Der Steigerwald braucht dringend unsere Hilfe, um als einer der letzten alten Buchenwälder in Bayern geschützt zu werden. Ein Nationalpark würde diesen Schutz bieten.

Die Gedicht-Lesung im Wald findet sich hier: https://naturwald-bayern.de/poesie-zum-tag-des-waldes/

Eine Impression aus dem Steigerwald:

Steigerwald im März
Steigerwald im März

Demo für den Walderhalt in Bayern

Seit Jahren sinkt die Waldfläche in Bayern. Wertvolle alte Wälder werden gerodet für Bauprojekte aller Art. Erstaufforstungen können diese alten Wälder nicht ersetzen, weil sie erst nach vielen Jahrzehnten eine vergleichbare Menge an Kohlenstoff speichern und eine deutlich geringere Wertigkeit besitzen. Zudem erfolgt die Waldbewirtschaftung vielerorts nicht nach ökologischen Standards.

Deshalb haben wir am 19. September gemeinsam mit etwa 400 Menschen demonstriert und vor der Bayerischen Staatskanzlei unsere Forderungen vorgetragen:

  • Den unbedingten Schutz des Waldes
  • Umstellung auf ökologische Waldbewirtschaftung
  • Reduktion von Rohstoffverbrauch und intensive Erforschung ressourcenschonender Wirtschaftsverfahren
  • Wald erhalten statt Rodung für andere Nutzungen

Eindrücke von der Demo am 19. September 2021:

Auftaktkundgebung am Wittelsbacherplatz
Auftaktkundgebung am Wittelsbacherplatz
Demozug auf dem Weg zur Staatskanzlei
Demozug auf dem Weg zur Staatskanzlei

Weitere Informationen im Termin:

https://greenpeace-muenchen.de/index.php/component/jem/event/1093-demo-fuer-den-walderhalt-in-bayern.html

Doch noch Hoffnung für den Forst Kasten?

Stellungnahme von Verwaltungsrechtsexperten: Abgrabungsgenehmigung im Forst Kasten wäre "voraussichtlich rechtswidrig"

Im Forst Kasten
Forst Kasten: Eine grüne Lunge im Südwesten von München.

Im März 2021 hat Dr. Roda Verheyen mit KollegInnen das historische Klimaschutz-Urteil beim Bundesverfassungsgericht erreicht. Jetzt kommt die Expertin für Öffentliches Baurecht, Planungs- und Umweltrecht und Landesverfassungsrichterin mit ihrem Team aus der Kanzlei Günther in einer gutachterlichen Stellungnahme zum geplanten Kiesabbau im geschützten Forst Kasten südlich von München zu dem Ergebnis: Eine Gestattung der Rodung wäre ermessensfehlerhaft und damit rechtswidrig. Eine dennoch erteilte Abgrabungsgenehmigung sollte gerichtlich angefochten werden.

Die Stellungnahme wurde initiiert vom Grünzugnetzwerk Würmtal e.V., mit Unterstützung von mehreren Verbänden und Initiativen, unter anderem Greenpeace München.

Aus dem Zwischenfazit:

„Angesichts der gesetzgeberischen Grundentscheidungen zum Schutz und Erhalt von Bann- und Körperschaftswald, aufgrund der zu berücksichtigenden Klimaziele, des Befundes, dass für eine Rodung nur das Interesse der Stiftung an der Erzielung von Einnahmen und ggf. das öffentliche Interesse an kurzen Transportwegen von Kies streitet, während demgegenüber eine Rodung geeignet ist, Kaltlufttransportbahnen zu stören und hierdurch zukünftig zusätzliche Gesundheitsgefahren hervorzurufen und auch umliegende Waldflächen schädigen kann, überwiegt das öffentliche Interesse am Erhalt des Waldes derart eindeutig, dass eine Gestattung der Rodung ermessensfehlerhaft und damit rechtswidrig wäre.“... „Dieser Befund wird durch eine Betrachtung der Belange der Raumordnung bestätigt.“

Waldzerstörung für Kiesabbau - Bald nicht mehr im Forst Kasten?
Waldzerstörung für Kiesabbau - Bald nicht mehr im Forst Kasten?

Das Bundesverfassungsgericht hat im März klargestellt: Klimaschutz darf nicht in die Zukunft verschoben werden. Forst Kasten ist ein Beispiel dafür: Bäume und der Boden, der ein komplexes Ökosystem darstellt, werden entfernt. Wenn neues Material später ausgebracht und bepflanzt wird, ist diese Aufforstung erst nach Jahrzehnten so leistungsfähig wie der Ursprungswald. Klimaschutz würde somit in die Zukunft verschoben! Das Argument, es sei ja nur ein kleiner Teil des Waldes betroffen, zieht nicht. In der Region München summieren sich Fällungs- und Baumaßnahmen zu einem gewaltigen Berg an Klimasünden.

Wir fordern:

  • Kies sollte nur aus waldfreien Gebieten kommen.
  • Mit Rohstoffen ist künftig sparsam umzugehen.
  • Sanierung kommt vor Neubau.
  • Recycling und Holzbau sind zu stärken.

Weitere Informationen und die vollständige Stellungnahme der Kanzlei beim Grünzugnetzwerk Würmtal e.V.: https://gruenzugnetzwerk.de/

Endspurt für den Erhalt des Forst Kasten

Demonstration vor der Regierung von Oberbayern für den Walderhalt im Forst Kasten
Demonstration vor der Regierung von Oberbayern für den Walderhalt im Forst Kasten

Am kommenden Donnerstag, 20.05.2021, steht nach langem Hin und Her eine Entscheidung über den Forst Kasten im Sozialausschuss des Münchner Stadtrats an. Nach einem Ausschreibungsverfahren zum Kiesabbau soll über die Verpachtung eines 9,5 Hektar großen Waldgebiets an die Firma Huber Bodenrecycling GmbH entschieden werden. Aller Voraussicht nach werden viele Mitglieder des Ausschusses entgegen ihrer Überzeugung für die Verpachtung stimmen, da ihnen als Organ der Heiliggeistspital-Stiftung (Eigentümerin des Waldgebiets) damit gedroht wird, anderenfalls persönlich finanziell mit hohen Summen zu haften. Haftungsgründe ergeben sich nach Aussage der Regierung von Oberbayern als Stiftungsaufsicht unter anderem aus dem Gebot der Stiftung, ihre eigene Wirtschaftlichkeit zu erhalten.

Wir fordern von der Regierung von Oberbayern, dass sie bei ihrer Einschätzung im Rahmen der Stiftungsaufsicht nicht nur wirtschaftliche Aspekte betrachtet. Denn die Heiliggeistspital-Stiftung verpflichtet sich in ihrer Satzung auch dem Gemeinwohl. Zudem ist in §2, Abs. 2, Satz 1 der Stiftungssatzung geregelt, dass die Stiftung keine intensiven Gewinnabsichten verfolgen darf. Die geplante Waldrodung und Zerstörung des natürlich gewachsenen Bodens für kurzfristige Einnahmen aus Verpachtung und Kiesabbau stehen dem eindeutig entgegen.

Wälder sind ein wichtiger Faktor im Hinblick auf den Klimaschutz. Im Jahr 2019 hat der Münchner Stadtrat den Klimanotstand ausgerufen. Vor kurzem hat das Bundesverfassungsgericht ein Urteil gefällt, das erfordert Klimaschutz heute mitzudenken statt weit in die Zukunft zu vertagen. In der Folge könnten klimaschädliche Maßnahmen in Zukunft mit höheren finanziellen Kosten belegt werden als bisher, womit der Walderhalt auf lange Sicht sogar wirtschaftlicher wäre als der Kiesabbau. Vor diesem Hintergrund muss die Entscheidung über den Kiesabbau im Forst Kasten neu betrachtet werden. Die geplante Abholzung im Forst Kasten würde die deutsche und bayerische Klimaschutzpolitik unglaubwürdig machen.

Auch Greenpeace München war deshalb heute bei einer Demonstration für den Walderhalt vor der Regierung von Oberbayern vertreten. Viele weitere Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen sind derzeit aktiv, zum Beispiel auch mit einer Baumbesetzung im Forst Kasten.

Weitere Informationen: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-forst-kasten-baumbesetzer-1.5297147

Danke für 50 Jahre Nationalparke in Bayern

Wann kommt der Nationalpark im Steigerwald?

50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald - Wann kommt der Nationalpark im Steigerwald?
Demonstration vor der bayerischen Staatskanzlei

Gemeinsam mit sechs anderen Naturschutzverbänden und Bürgerinitiativen aus dem Steigerwald, Bayern und Deutschland sagten wir am 7.10.2020 anlässlich des 50. Geburtstags des Nationalparks Bayerischer Wald vor der Staatskanzlei DANKE für 50 Jahre Nationalparke in Bayern und fordern zugleich die Einrichtung eines weiteren Nationalparks.

Dazu Volker Oppermann (Greenpeace Bayern): „Wir wünschen dem Nationalpark Bayerischen Wald zum 50. Geburtstag alles Gute. Bayern hat aber im Rahmen der Biodiversitätskonvention weitere Verantwortungen für Waldschutz. Hier sehen wir dringend die Einrichtung eines weiteren Nationalparkes im Steigerwald als notwendig an.“

Weitere Informationen zur neuen Initiative „Nationalparkbündnis Bayern“:  www.nationalparkbuendnis-bayern.de

Münchner Bäume demonstrieren - Für ihre und unsere Zukunft

Elf Umweltorganisationen aus München und Umgebung geben Bäumen eine Stimme

Baum-Demo in den Frühlingsanlagen an der Isar
Baum-Demo in den Frühlingsanlagen an der Isar

Was wäre, wenn... Bäume sprechen könnten?

Was würden Bäume ausdrücken, wenn sie könnten? Wut? Enttäuschung? Sorge? Elf Natur- und Klimaschutzorganisationen aus dem Münchner Großraum haben sich diese Fragen gestellt und Bäumen eine Stimme geschenkt. Ein Perspektivwechsel. Mit circa 50 Demo-Schildern vermitteln die demonstrierenden Bäume ihre Lage und die ihrer Artgenossen weltweit. Wetterextreme, Waldbrände, Stickoxide, Abholzungen treiben das Waldsterben voran, Ökosysteme funktionieren nicht mehr. Gemeinsam mit 10 anderen Umweltorganisationen haben wir von Greenpeace München am 12. und 13. September 2020 mit einer Baum-Demo gezeigt, was jeder einzelne Baum für uns bedeutet.

Bäume und Wälder sind system- und zukunftsrelevant

Wälder sind nicht nur Orte der Erholung für uns, sondern speichern und filtern unser Trinkwasser, schützen vor Erosion und Hochwasser, filtern Lärm und Staub, binden CO2 und Schadstoffe, kühlen das Stadtklima und bieten Raum für Artenvielfalt. Die Luft, die sie ausatmen, ist die, die wir einatmen. Das Wasser, das Wälder reinigen, ist unser Trinkwasser. Der Kohlenstoff, der im Holz gespeichert ist, wird zu CO2, wenn sie verbrennen – und wird zu einem Treiber der Klimakatastrophe, die beide Seiten bedroht, Mensch und Baum.

Aktiv werden für den Schutz der Bäume

Für den Schutz der Wälder trägt jede/r Einzelne Verantwortung - und jede/r kann aktiv werden, zum Beispiel durch die Unterstützung von Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen. Ebenso wichtig ist aber auch bewusster Konsum, der Billigfleisch, Palmöl und Tropenhölzer vermeidet und auf Recyclingpapier statt Papier aus Frischfasern setzt. Lokal ist die Stabilisierung des Stadtklimas durch den Erhalt alter Bäume, Grünflächen und vorgelagerter Wälder essenziell. Global muss die Zerstörung der Regenwälder, z.B. in der Amazonas-Region, gestoppt werden. Auf politischer Ebene müssen Wälder vor zu starker Nutzung geschützt werden und eine nachhaltige, ökologische Waldwirtschaft gefördert werden.

 

Baum-Demo im Westpark
Baum-Demo im Westpark

München rette Forst Kasten

Malaktion auf dem Marienplatz für den Schutz des Forst Kasten
Malaktion auf dem Marienplatz für den Schutz des Forst Kasten

München, 17.06.2020 - Gemeinsam mit mehreren anderen Organisationen hat Greenpeace München am Mittwochvormittag eine Malaktion auf dem Marienplatz veranstaltet. In einem großen Bild haben wir mit Kreide unsere Forderung an Dieter Reiter und Katrin Habenschaden vor dem Rathaus präsentiert: Schützt Forst Kasten! Gleichzeitig wurde eine Postkartenaktion gestartet, mit der alle Interessierten die Forderung unterstützen können.

Der Forst Kasten vor der südwestlichen Stadtgrenze Münchens ist bedroht durch die geplante Erweiterung des Kiesabbaus. Die bedrohten Waldgebiete gehören der Heiliggeistspitalstiftung, die von der Stadt München verwaltet wird.

Weitere Informationen zum Forst Kasten und zur Postkartenaktion unter: http://wald-neuried-erhalten.de/

Wege aus der Waldkrise im Kommunalwald

Greenpeace befragte Parteien zu Kommunalwald und Klimaschutz

Im Vorfeld der Kommunalwahl 2020 haben wir Ortsverbände von Parteien in 23 bayerischen Kommunen, darunter auch in München, gefragt, wie sie zum Schutz der Stadtwälder stehen. Die Antworten lassen darauf schließen, dass viele lokale Parteiverbände sich bisher wenig mit dem Wald in ihrer Umgebung auseinandergesetzt haben. Oftmals verwiesen die Antworten auf das örtliche Forstamt. Dabei sollten die die Stadt- und Gemeinderäte als gewählte Volksvertreter eine Kontrollinstanz für die kommunalen Forstämter sein.

Aktuell sind nur knapp 0.3 Prozent der bayerischen Kommunalwaldflächen unter Prozessschutz. Eine gewaltige Diskrepanz zum Ziel der Nationalen Biodiversitätsstrategie von 10 Prozent Schutzflächen, die eigentlich dieses Jahr für alle öffentlichen Wälder in Deutschland erreicht werden sollten. Größere Waldanteile unter Schutz zu stellen und den Umbau zu standortheimischen Mischwäldern zu fördern, ist aber nicht nur für den Artenschutz wichtig, sondern auch für den Klimaschutz. Naturwälder mit großem Totholzanteil und heimischen Baumarten, wie Buchen und Eichen, und gesundem Boden speichern große Mengen an Kohlenstoff und sind resistenter gegenüber Klimaextremen als Fichten-Monokulturen.

Standorte großer Kommunalwälder in Bayern

Wälder unter kommunaler Verwaltung summieren sich in Bayern auf eine Fläche von 322.918 Hektar. Das entspricht knapp einem Achtel der gesamten Waldfläche in Bayern. Die Waldflächen der einzelnen Kommunen reichen von wenigen Hektar (in den meisten Kommunen) bis hin zu knapp 8000 Hektar (Augsburger Stadtwald). Entsprechend vielfältig sind auch die Strategien zur Bewirtschaftung.

München ist hier insofern vorbildlich, als dass der Stadtwald, in Folge einer Initiative von Greenpeace, bereits seit 2001 nach den Kriterien von Naturland und Forest Stewardship Council (FSC) bewirtschaftet wird. Allerdings werden Teile des ebenfalls von der Stadt München verwalteten Forst Kasten derzeit durch Pläne für Kiesabbau bedroht.

Wir fordern, dass die Kommunen ihren Beitrag zum Wald- und Klimaschutz leisten. Dazu muss das Bewusstsein in der Lokalpolitik verankert werden, dass auch ihre – teils kleinen – Waldflächen in Wechselwirkung mit dem Klima stehen. Nicht zuletzt sollten gerade die Stadtwälder dem Gemeinwohl dienen. Ein gesunder Naturwald bietet neben Abkühlung auch bessere Möglichkeiten für Erholung und Freizeit als ein reiner Wirtschaftswald.

Hier geht's zu den Ergebnissen der Umfrage mit den Antworten der Parteien:

https://naturwald-bayern.de/kommunalwald/

Mahnwache für den Erhalt des Forst Kasten

 

 

 

In einer Mahnwache setzten wir gemeinsam mit der Bürgerinitiative Wald-Neuried-Erhalten und den Parents For Future München ein Zeichen für den Erhalt des Forst Kasten. Wir fordern den Sozialausschuss auf, in der Sitzung am 12. Dezember 2019 gegen einen Kiesabbau unter dem Wald bei Forst Kasten zu stimmen. Wir fordern von OB Reiter eine klare Priorisierung von Klimaschutz und Schutz unserer Stadtwälder.

 

Nachdem letzte Woche mit der Entscheidung gegen Kiesabbau in der Dickwiese bei Planegg ein großer Erfolg für die Gegner des Kiesabbaus in den Münchner Wäldern zu verzeichnen war, soll nun über den Versuch, einen Bannwald nahe Forst Kasten als Kiesabbaugebiet freizugeben, entschieden werden.

 

Wir fordern ein klares Votum gegen Kiesabbau im Forst Kasten. Vielmehr sollte die Waldvision, die von Greenpeace und dem Öko-Institut erstellt wurde, umgesetzt werden. Wälder müssen als CO2 Senken erhalten werden und ökologische Forstwirtschaft gefördert werden.

 

Malwina Andrassy von der Initiative Wald-Neuried-Erhalten: „Wir stehen heute mahnend vor dem Sozialreferat und erinnern daran, dass unsere Stadtwälder keine Ausverkaufsware sind. Deutschland ist bereits 1,5 Grad wärmer geworden. Die Trockenheit der letzten Jahre hat unseren Wäldern sehr zugesetzt. Wir können uns keine großflächige Zerstörung von Böden erlauben. Wälder sind unsere Lunge und CO2 Senke, die wir bitter nötig haben.“

 

Weitere Informationen:

Kiesabbau im Forst Kasten: http://wald-neuried-erhalten.de/

Greenpeace Waldvision für Klima, Mensch und Natur: https://www.greenpeace.de/waldvision

Folgen des geplanten Kiesabbaus, dargestellt durch das Grünzug Netzwerk Würmtal bei der Baumpflanzung am 7.7.2019

Mehrere Waldgebiete südwestlich von München sind durch die geplante Erweiterung des Kiesabbaus in der Region bedroht. Konkret liegen Pläne vor für die Rodung von 42 ha Bannwald im Forst Kasten zwischen Neuried, Fürstenried, Planegg und Krailling. Weitere 24 ha Wald sollen im Planegger Holz zwischen Planegg, Germering und Gräfelfing für die Kiesgrube weichen.

Doch zunehmend formiert sich Widerstand: In Neuried hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die sich auch mit Naturschützern im Würmtal vernetzt hat. Die Anwohner befürchten den Verlust ihres Naherholungsgebiets und Beeinträchtigung der Artenvielfalt. Außerdem drohen Lärm- und Umweltbelastung durch erheblichen Lastwagenverkehr zu den geplanten neuen Kiesgruben.

Waldschutz ist auch Klimaschutz. Daher erhalten die lokalen Bürgerinitiativen Unterstützung durch die Klimaschutzbewegung Fridays 4 Future, Parents 4 Future und Scientists 4 Future. Diese haben die symbolische Pflanzung einer Buche aus dem Hambacher Forst im Forst Kasten ermöglicht. Dazu versammelten sich am Sonntag, 7. Juli 2019 trotz regnerischen Wetters etwa 250 Anwohner und Unterstützer am Ortsausgang von Neuried.

Zusätzlich wurden eine Unterschriftensammlung (Würmtal-Appell) und eine openPetion gestartet, die sich an die Kiesabbau-Firma, an die Eigentümer der bedrohten Waldflächen, sowie an Vertreter der Kommunal- und Landespolitik richten.

Greenpeace München hat die Initiative mit einem ökologischen Waldspaziergang in Neuried am 11. August 2019 unterstützt. Dabei konnten sich AnwohnerInnen und Interessierte über die ökologische Bedeutung des Forst Kasten, verschiedene Baumarten und Waldnutzungskonzepte informieren.

Weitere Aktivitäten sind geplant. Nähere Informationen auch auf den Internetseiten der lokalen Bürgerinitiativen:

http://wald-neuried-erhalten.de/

http://rettet-den-wuermtaler-wald.de/

Unterschriftensammlungen:

openPetition: Würmtaler Wald erhalten! KLIMASCHUTZ statt KAHLSCHLAG für Münchens Kies!

Würmtal-Appell 2019