Presseerklärung vom 23. März 2003

"Time For Peace, Tony! Make Tea Not War!"

Greenpeace vor dem britischen Konsulat in München

Mitglieder der Greenpeace Gruppe München und der Greenpeace Jugendgruppe versammeln sich heute vor dem britischen Konsulat um gegen den Krieg im Irak zu demonstrieren. Mit einem Banner "Make Tea Not War!" fordern sie den Kriegsaggressor Tony Blair auf, den völkerrechtswidrigen Krieg umgehend zu stoppen.

Greenpeace verurteilt diesen illegalen und einseitig ausgerufenen Krieg gegen den Irak und ruft zu einem sofortigen Waffenstillstand sowie zu Friedens- und Abrüstungsverhandlungen auf. Armin Stegbauer, Mitglied der Greenpeace Gruppe München, erklärte dazu: "Mit diesem menschenverachtenden Krieg wollen sich die USA und Großbritannien die zweitgrößten Ölreserven der Welt unter den Nagel reißen".

Dieser Krieg ist ein gefährlicher Präzedenzfall für zukünftige Konflikte mit Staaten, die internationale Verträge verletzen, so wie Indien, Pakistan, Nord Korea und Israel. Die USA und ihre Verbündeten verletzen internationales Recht. Das lässt die Sorge wachsen, dass es auch zu Kriegsverbrechen und zu einer Missachtung des internationalen Rechts hinsichtlich des Schutzes der Zivilbevölkerung und der Umwelt kommen könnte. Greenpeace befürchtet, dass dieser Krieg zu schweren Verwüstungen für Mensch und Umwelt führen wird. Wir werden weiterhin alles in unserer Macht daran setzen, die internationale Gemeinschaft davon zu überzeugen, dass dieser Krieg nicht zu mehr globaler Sicherheit führt.

Der Konflikt mit dem Irak ist auch eine Auseinanderstetzung um Erdöl. Öl ist eine unabdingbare Voraussetzung für die USA ihre derzeitige Machtposition in der Welt, sowohl ökonomisch als auch militärisch, auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können. Großbritannien unterstützt in unverantwortlicher Weise den völkerrechtswidrigen Krieg der USA und sichert nebenbei auch ihren Anspruch auf das irakische Erdöl. Öl wird auch in den kommenden Jahrzehnten als zentraler Rohstoff für die Industrien notwendig sein, eine deutliche Richtungsänderung hin zu mehr Effizienz, Einsparung und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien ist in den USA und GB nicht festzustellen. Deshalb wird es in den kommenden Jahren vor allem für diese Staaten darum gehen, den ungehinderten Zugang zu dem begehrten Rohstoff sicherzustellen.