Drucken

Kahlschlag: Ein Totempfahl für den kanadischen Urwald

Nuxalk-Indianer beim Schnitzen eines Totems, Juli 1999 Im Rahmen einer bundesweiten Tour waren zwei Nuxalk-Indianer aus British Columbia vom 15. bis 17. Juli in München. Auf ihrer Tour schnitzten sie aus einer 600 Jahre alten Rotzeder einen Totempfahl. Die Nuxalk wollten damit auf die Zerstörung ihrer Heimat, des Great Bear-Regenwaldes an der kanadischen Westküste, aufmerksam machen.
Am 15. Juli erhielt die Zentrale von BMW unerwarteten Besuch. Autoteile des Unternehmens werden in Kartons verpackt, die aus Kahlschlagholz aus dem GreatBear-Regenwald hergestellt werden. Das Unternehmen zeigte sich überrascht von der Enthüllung durch Greenpeace und sagte die Überprüfung dieser Praxis zu. Das Holz aus den Kahlschlägen in der Heimat der Nuxalk wird zum überwiegenden Teil für die Zellstoff- und Papierproduktion verwendet. Ein Skandal, denn es werden dafür unwiederbringliche Urwälder restlos zerstört. Greenpeace und Nuxalk vor BMW, Juli 1999

Die Bevölkerung Münchens und auch viele Touristen zeigten großes Interesse an der Totem-Tour. Auf dem Marienplatz konnten die Greenpeacer, welche die Indianer bei Ihren Tour unterstützen, dem Andrang kaum gerecht werden. Für die Kinder gab es eine Möglichkeit, das Totem-Schnitzen von den Indianern zu lernen.

Greenpeace Totem-Tour auf dem Marienplatz, Juli 1999
Kinder beim Schnitzen, Juli 1999