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Greenpeace-Aktion bei Fröschl gegen klimazerstörende Kühlschränke

Protest vor Fröschl Elektromarkt in München am 12.05.2001 München, 12.05.2001 - Am Freitag, dem 11.05., haben Mitglieder der Greenpeace-Gruppe München in den Verkaufsräumen des Fröschl Elektromarktes in der Schwanthaler Str. 29 nach umweltschädlichen Kühlschränken gefahndet und sind fündig geworden: 10 Kühlschränke mit dem für das Klima extrem schädlichen Treibhausgas Fluorkohlenwasserstoff (FKW) "R 134a" stehen dort zum Verkauf, beispielsweise von den Marken Bauknecht, General Electric, Whirlpool und LG Goldstar.

Über diesen Missstand informierte Greenpeace die Kunden des Fröschl Elektromarktes am Samstag, dem 12.05. Dazu entrollen 15 Greenpeace-Aktivisten vor Fröschl in der Schwanthaler Str. 29 ein Transparent mit der Aufschrift "Fröschl - Kühlschrankpfusch statt Klimaschutz" und kennzeichneten klimaschädigende Kühlgeräte mit Aufklebern. Entlang der gesamten Fröschl-Fassade wurden 16 mit dem Schriftzug "Fröschl" und der Aufschrift "Klimakiller" dekorierte Schrott-Kühlschränke aufgestellt. Kunden und Passanten hatten die Möglichkeit, sich spontan durch ihre Unterschrift auf den Kühlschränken gegen den weiteren Verkauf von Klimakillern bei Fröschl auszusprechen.

FKW-Kühlschrank Überall in den großen Elektromärkten werden Kunden mit Hinweisen wie "FCKW- frei" getäuscht - sie glauben, einen Kühlschrank zu erwerben, der frei ist von umweltschädlichen Kältemitteln oder Treibgasen, obwohl sich hinter der Werbung "FCKW- frei" meist der nicht minder schädliche Klimakiller FKW verbirgt. FKW sind äußerst gefährliche Substanzen. Der Treibhauseffekt, der durch die Jahresproduktion an FKW in Europa entsteht, ist weit höher, als der Treibhauseffekt durch das Kohlendioxid, das innerhalb eines Jahres von der gesamten europäischen LKW-Verkehrs-Flotte ausgestoßen wird.

Es muss endlich Schluss sein mit der Verantwortungslosigkeit des deutschen Fachhandels. Obwohl es seit neun Jahren die von Greenpeace entwickelte ozon- und klimaschonende Kältetechnik "Greenfreeze" gibt, werden immer noch Klimakiller verkauft - und das, obwohl die Preise für die umweltverträglichen Kühlschränke vergleichbar sind, sagt Jasmin Szczepanski, Pressesprecherin der Greenpeace-Gruppe München. Fröschl war zu einer Auslistung von FKW-gekühlten Kühlschränken nicht bereit, weder in seinen 21 Fachgeschäften in Bayern noch in seinem elektrotechnischen Großhandel, ergänzt Szczepanski weiter.

Protest vor Fröschl Elektromarkt in München am 12.05.2001 Die Kühlschränke mit dem Kältemittel "R134a" sind überwiegend Billiggeräte und stammen fast ausschließlich aus Ländern Ost- und Südeuropas, aber auch aus USA oder China und Korea. Greenpeace fordert den Handel auf, nur noch Geräte mit umweltverträglicher Technik anzubieten und ihren Lieferanten entsprechende Weisungen zu geben. Alle deutschen Hersteller wie Bosch, Siemens, Liebherr und AEG haben längst auf die Greenfreeze-Technik, die reine Naturgase wie Propan oder Isobutan einsetzt, umgestellt und damit weltweit zusätzliche Marktanteile gewonnen.