Das Fass läuft über, unser CO2-Budget wird überschritten

München, 13. Januar 2018. Am Richard-Strauß-Brunnen haben wir wieder einmal für kraftvolle Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung geworben.

 

Um auf die Dringlichkeit von Maßnahmen hinzuweisen, haben wir ein Fass aufgestellt, welches das CO2-Budget der Menschheit darstellt.

Was ist das CO2 Budget?

Durch menschliche Aktivitäten sammelt sich in der Atmosphäre ein Überschuss von Klimagasen an, der von der Natur nicht mehr abgebaut werden kann. Je höher dieser Überschuss wird, desto höher steigt die Erdtemperatur an. 

Klimawissenschaftler haben errechnet, wie groß der Überschuss werden darf, damit die Erderwärmung innerhalb von 2 ° C bleibt.  Diesen Überschuss nennt man CO2-Budget. Es beträgt ca. 2900 Mrd. Tonnen CO2. Ca. 2100 Mrd. sind bereits in der Atmosphäre und werden dort nicht mehr abgebaut. Das aktuelle Restbudget von ca. 800 Mrd. Tonnen darf nicht überschritten werden, damit die Erderwärmung unter 2° C bleibt.

Das aktuelle Restbudget reicht noch für 20 Jahre, wenn keine einschneidenden Maßnahmen getroffen werden. Bei einem "weiter so" wären die Folgen nicht mehr beherrschbar und führten zu Hitzetoten, Überschwemmungen, Dürren, Hungersnöten, Völkerwanderungen und Kriegen.

Im Klimaabkommen von Paris Ende 2015 hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, die Erderwärmung unter 2 ° C zu halten, nach Möglichkeit sogar unter 1,5 ° C. Obwohl die Gefahr theoretisch erkannt ist, werden weiter unverändert Klimagase in die Atmosphäre geblasen und dort gespeichert. Die praktischen Gegenmaßnahmen sind geringfügig und kaum wirksam. Damit kommt die Menschheit jedes Jahr dem Abgrund näher.

Aufruf zur G20-Protestwelle in Hamburg am 2. Juli 2017
Planet Earth first

Am 17.6.2017 haben wir vor dem US-Konsulat gegen den Ausstieg aus dem Weltklimaabkommen durch Präsident Trump protestiert. Unser Protest richtet sich auch an die Regierungen, die das Weltklimaabkommen angenommen haben, jedoch in der Praxis viel zu wenig in die Tat umsetzen.

 

Auch in Deutschland ist die Energiewende nahezu zum Stillstand gekommen. Braunkohlekraftwerke laufen ungebremst weiter. Im Straßenverkehr versucht die Automobillobby, von der Bundesregierung geduldet, den Schadstoff-Ausstoß zu vertuschen. Gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung wird wissentlich in Kauf genommen.

Das Argument "Arbeitsplätze" darf nicht dazu führen, schmutzige Braunkohlekraftwerke weiter zu betreiben. Die Umstellung auf umweltgerechte Arbeitsplätze ist für die Betroffenen sicher hart, es entstehen jedoch insgesamt mehr Arbeitsplätze als verloren gehen.

In der Realität gilt leider noch immer "Profit first". 
"Planet Earth first" soll dagegen sagen, dass unsere Lebensgrundlagen, vor allem die der jungen Generation, immer an erster Stelle stehen müssen. 

Kommen Sie am 02.07.17 zu der großen Demonstration nach Hamburg!
Nutzen Sie Ihren Einfluss auf die Politik! 

Energiewende schafft Arbeitsplätze

München, 1. Mai 2017. Greenpeace München nahm den Tag der Arbeit zum Anlass über die Bedeutung der Energiewende zu informieren. Diese ist zwingend notwendig um nachfolgende Generationen vor den lebensgefährlichen Folgen des Klimawandels zu bewahren.

 

Dass die Energiewende sein muss wird kaum noch angezweifelt. Jedoch mangelt es an der Umsetzung. Allzu oft wird der Verlust von Arbeitskräften als Argument dagegen verwendet. Tatsächlich entstehen durch erneuerbare Energien mehr Arbeitsplätze als durch den Abbau von Kohlekraftwerken verloren gehen. Auch die Konkurrenzfähigkeit im internationalen Wettbewerb wird gegen die Energiewende ins Feld geführt, da die Preise pro Kilowattstunde bei fossilen Energien günstiger seien. Enthielten die Marktpreise die Gesundheits- und Umweltschäden, wären die erneuerbaren Energien preislich klar im Vorteil.

Experten des Fraunhofer-Instituts haben 2014 in einer Studie errechnet, dass Investitionen in die Energiewende rentabel sind. In ca. 20 Jahren wird der Punkt erreicht sein, an dem die Marktpreise für Strom aus erneuerbaren Energien niedriger sind als die für Kohle und Öl. Ein Teil der Stromkonzerne in Europa scheint das Ende der Kohleverstromung verstanden zu haben. Eurelectric, der Verband europäischer Stromerzeuger, wird ab 2020 nicht mehr in den Neubau von Kohlekraftwerken investieren.

Auf der Klimakonferenz 2015 in Paris einigten sich die Länder die Erderwärmung unter zwei, nach Möglichkeit anderthalb, Grad Celsius zu halten. Gelingt dies nicht, sind gewaltige Dürren, Hungersnöte und kriegerische Auseinandersetzungen unvermeidlich.

Wer kann verantworten, Gesundheit und Leben der Menschen aufs Spiel zu setzen um den eigenen Profit oder den augenblicklichen Arbeitsplatz zu sichern?

Wir haben nur eine Erde!
Greenpeace fordert weltweit 100% Erneuerbare Energien bis 2050

klimaschutzaktion Dezemeber 2015

Mit dem Lied "Do it now" wünschte sich Greenpeace München am 5.12.2015 am Max-Joseph-Platz mehr Tatkraft zur Rettung unseres Planeten.

Bei der Klimakonferenz in Paris haben sich die Länder auf die Begrenzung der Erderwärmung auf 2 Grad Celsius und nach Möglichkeit auf 1,5 Grad Celsius verpflichtet. Das gibt Hoffnung. Jetzt kommt es darauf an, dass diese Ziele auch in Taten umgesetzt werden.

Deutschland gilt weltweit als Vorreiter im Klimaschutz.

Dazu passt jedoch nicht, dass durch das "Erneuerbare Energien Gesetz" vom 1.8.2014 die vorher gut laufende Energiewende im Stromsektor abgebremst wurde. Einfache und verständliche Einspeisevergütungen werden durch Marktprämien und hochkomplizierte Ausschreibungsverfahren ersetzt. Dies ist Lobby-Politik zu Gunsten der großen Energieversorger mit ihren Kohlekraftwerken und gegen Bürger und Kommunen, die maßgeblich die Energiewende vorangetrieben haben.

Die Maßnahmen gegen die Erneuerbaren Energien müssen zurück genommen werden. Stattdessen braucht der Klimaschutz neuen Anschub durch dazu passende Gesetze und Verordnungen.

Ebenso muss in Bayern die verschärfte Abstandsregel für Windenergieanlagen auf das frühere vernünftige Maß reduziert werden.

Witrschaftsinteressen müssen der Rettung unseres Planeten endlich untergeordnet werden. Vor allem die Kohlelobby muss sich damit abfinden, dass ein Ausstieg aus der Kohle unvermeidlich ist.

Wir wollen jetzt Taten sehen!

 

Foto: Fuchs/ Greenpeace

Protest gegen Inhaftierung von Greenpeacern geht weiter
Greenpeace-Klimaschützer sofort freilassen!
Freilassung von Greenpeace-Klimaaktivisten Copenhagen

München, 30.12.2009 - Die Greenpeace-Kampaigner Juan Lopez de Uralde aus Spanien, Joris Thijssen aus den Niederlanden, Nora Christensen aus Dänemark und Christian Schmutz aus der Schweiz sind von der dänischen Polizei für drei Wochen in Untersuchungshaft
genommen worden. Sie werden im Vestre-Fängsel-Gefängnis in Kopenhagen festgehalten. Soweit uns bekannt ist, befinden sie sich in Einzelhaft.

Die Inhaftierung ist eine grob unverhältnismäßige Antwort auf einen friedlichen Protest am Donnerstag, den 17. Dezember. Drei der Greenpeace-Aktivisten hielten
auf dem roten Teppich im Foyer des Festsaals ein Banner hoch mit der Aufschrift „Politicians talk, leaders act.“ Dies geschah zum Auftakt des Staatsbanketts von Königin Margarethe II. Wir blicken einer ungewissen Zukunft entgegen, der Klimawandel hat unseren Planeten im Griff. Viele Regierungschefs sind ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden. Im Gegensatz dazu haben die Greenpeace-Aktivisten ihre Verantwortung wahrgenommen. Sie haben ihre Stimme erhoben für all jene, die in Kopenhagen nicht anwesend sein konnten.

Mitglieder der Greenpace-Gruppe München protestieren heute vor dem dänischen Konsulat und fordern die sofortige Freilassung.

Weitere Informationen:

Aktualisierung

06.01.2010 - Die vier in Kopenhagen inhaftierten Aktivisten sind am Mittwoch abend - nachdem sich
zuletzt auch noch die schweizerische Außenministerin eingeschaltet hatte -
aus der U-Haft entlassen worden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung an alle, die einen Brief nach Dänemark geschrieben haben und um die Freilassung gebeten haben.

Lesen Sie mehr auf der Homepage von Greenpeace Deutschland hierzu.

Greenpeace Gastvortrag auf der UN-Simulation der LMU München zur Weltklimakonferenz in Kopenhagen
isarmun_logo_20091205

München, 05.12.2009 - Auf der IsarMUN (Isar Model United Nations), einer an der Ludwig-Maximilian-Universität München von Studenten organisierten Konferenz, stellt Klaus Müller von der Greenpeace-Gruppe München als Gastredner die Erwartungen und das Konzept von Greenpeace und anderen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) für ein wirksames, rechtsverbindliches Klimaabkommen für die  Weltklimakonferenz in Kopenhagen vor. An der IsarMun nehmen mehrere Hundert Stundenten aus alles Welt teil. Unmittelbar vor der Weltklimakonferenz in Kopenhagen handeln die teilnehmenden Studenten in einer Simulation ein Klimaprotokoll für Kopenhagen aus, dessen Ergebnisse Repräsentanten der IsarMUN im Rahmen der am 07.12.2009 beginnenden  "tatsächlichen" Weltklimakonferenz in Kopenhagen vorstellen werden.

Eine Zusammenfassung des Konzeptes von Greenpeace und anderen NGOs für ein wirksames, rechtsverbindliches Klimaprotokoll finden Sie bei Greenpeace Deutschland.

Die ausführliche Fassung können Sie sich bei Greenpeace International herunterladen.

Greenpeace-Gruppe München twittert Klimaschutz- Appelle der Bürger
Nachrichten der Münchner an Angela Merkel werden in Echtzeit auf Großleinwand in Berlin präsentiert
Klima-Twittern am Hohenzollernplatz in MünchenGreenpeacer twittern Klimaschutz-Appelle von Passanten an Angela Merkel

München, 05.12.2009 — Die Münchner können heute über Greenpeace ihre persönlichen Klimaschutz-Botschaften an Bundeskanzlerin Angela Merkel twittern. Zwei Tage vor Beginn der Weltklimakonferenz in Kopenhagen sammeln Aktivisten der Greenpeace-Gruppe München am Hohenzollernplatz ab 11.30 Uhr von Passanten Nachrichten an die Bundeskanzlerin Angela Merkel und versenden diese über Twitter. Über Beamer und Leinwand können die Bürger mit verfolgen, wie ihre Klimabotschaft an die Bundeskanzlerin nach Berlin übermittelt wird.

Die Aktion findet zeitgleich in 84 weiteren deutschen Städten statt. Die aus ganz Deutschland einfließenden Klimaschutz-Aufrufe der Bevölkerung erscheinen ab fünf Minuten vor 12 Uhr in Echtzeit auf einer vier mal drei Meter großen Leinwand auf dem Pariser Platz in Berlin.

Mit dieser neuen Aktionsform fordern wir die Bundeskanzlerin auf, sich in Kopenhagen für den Erfolg der Klimakonferenz einzusetzen, sagt Klaus Müller von der Greenpeace-Gruppe München. Die 140 Zeichen einer Twitter-Nachricht reichen dazu locker aus: Retten Sie das Klima, Frau Merkel! Setzen Sie sich für konkrete Ziele in Kopenhagen ein. Der CO2-Ausstoß muss auf Null bis 2050.

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Frau Merkel: Klima retten!
Greenpeace Jugend sammelt Nachrichten an Frau Merkel zum Klimaschutz
Klima-Infostand am 21.11.2009

München, 21.11.2009 — Die Greenpeace-Jugend München sammelte am letzten Samstag am Hohenzollernplatz 150 Nachrichten an Frau Merkel, die sie auffordert, sich mehr für den Klimaschutz einzusetzen. Diese Nachrichten werden am 5.Dezember in einer großen bundesweiten Aktion über die Internetseite Twitter nach Berlin geschickt.

Die Klimakonferenz in diesem Dezember in Kopenhagen ist ein Wendepunkt für den Klimaschutz. Sie darf nicht scheitern! Deswegen ist es sehr wichtig, dass sich Frau Merkel dort konsequent für den Klimaschutz einsetzt und betont, dass Deutschland seine Emissionen ohne Vorbedingungen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 senkt und dies dann auch in Deutschland wirklich umsetzt, indem sie beispielsweise den geplanten Bau von über 20 neuen Kohlekraftwerken stoppt.

Karl-Valentin-Denkmal mit Klimaschutz-Botschaft
Greenpeace-Gruppe München verteilt Postkarten, mit denen die Menschen Merkel zum Engagement beim Klimagipfel in Kopenhagen auffordern können
Karl-Valentin-Denkmal am Viktualienmarkt in München mahnt zum Klimaschutz Karl-Valentin-Denkmal am Viktualienmarkt in München mahnt zum Klimaschutz

München, 17.10.2009 — Für eine Fotoaktion hat die Greenpeace-Gruppe München dem Karl-Valentin-Denkmal am Viktualienmarkt in München eine Sprechblase mit Klimaschutzbotschaft verpasst: In Kopenhagen Geschichte schreiben, Frau Merkel: Klima retten! Die Fotos werden als Postkarten heute ab 11 Uhr in der Theatinerstraße verteilt. Damit können Passanten Bundeskanzlerin Angela Merkel zu mehr Engagement im Klimaschutz auffordern. Auch in 31 weiteren deutschen Städten wurden bekannte Denkmäler mit dieser Botschaft fotografiert.

Auf dem Klimagipfel in Kopenhagen wird über die Zukunft unserer Erde entschieden, sagt Markus Guddat von der Greenpeace-Gruppe München. Wir fordern Kanzlerin Merkel auf, persönlich am Klimagipfel teilzunehmen und endlich Geld für den Klima- und Urwaldschutz bereitzustellen. Als bedeutende Industrienation muss Deutschland in den Verhandlungen eine Führungsrolle einnehmen.

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Klimaschutz ist wichtiger als Bankenrettung
Aktivisten protestieren am Gebäude der Hypo Real Estate für mehr Klimaschutz

München, 06.03.2009. "Wäre die Welt eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet!" stand auf dem fünf mal sechs Meter großen Banner, das heute Morgen am Gebäude der Hypo Real Estate Bank in München prangte. Der Protest richtet sich an die Bundesregierung, die Milliarden Euro in die Rettung von Banken pumpt, aber beim Klimaschutz geizt. Stattdessen sollte sie international mehr Verantwortung übernehmen und das notwendige Geld für Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern bereitstellen.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Presserklärung.