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Die Faire Milch - gut für Bauern und Umwelt
FaireMilch_20100120_mDie schwarz-rot-goldene Kuh ist das Symbol der Bauernproteste. Jetzt ist es auf Milchpackungen der Marke "Die Faire Milch" zu sehen.

Vor zehn Monaten gingen sie noch auf die Straße. Die Milchbauern forderten einen Abnahmpreis von 40 Cent pro Liter Milch. Bauern in Süddeutschland bekommen diesen Preis jetzt gezahlt. Etwa 150 Milchbauern der MVS Milchvermarktungsgesellschaft mbH aus Freising wehren sich damit gegen Dumpingpreise. Auch der Umwelt kommt ihre Milch zugute. Sie trägt das Ohne Gentechnik-Siegel.

Sie heißt Die faire Milch und ist seit heute in den Regalen von Tegut und REWE in Süddeutschland zu finden. Die abnehmende Molkerei garantiert den Milchbauern einen Abnahmepreis von 40 Cent. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter hat in Zusammenarbeit mit dem MVS ein eigenes Label auf den Weg gebracht. Zu erkennen ist die Milch an der schwarz-rot-goldenen Kuh. Diese war bisher das Symbol des Widerstandes gegen den Preisverfall.

Die Bauern verpflichten sich, auf Gen-Pflanzen im Futter zu verzichten. Den Bauern des MVS ist es ein großes Anliegen, ihre Milch auf traditionelle Weise umweltgerecht und damit gentechnikfrei zu produzieren.

Gerade die ebenfalls in Freising ansässige Molkerei Weihenstephan vom Müller-Konzern fällt im Vergleich massiv ab. Sie wirbt zwar mit einem hohen Qualitätsstandard, das Futter der Milchkühe enthält dennoch Gen-Pflanzen. Weihenstephan und andere Molkereien sollte dem Beispiel der Vorreiter folgen und das Gen-Futter aufgeben, sagt Klaus Müller, Gentechnik-Experte von Greenpeace München.