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Freisetzung genmanipulierter Kartoffeln im Landkreis Freising

Der letzte Stand

Mitte April 1999 hat die deutsche Genehmigungsbehörde, das Robert-Koch-Institut, alle Einwände gegen die Freisetzung zurückgewiesen und den Freisetzungsversuch in vollem Umfang genehmigt. Das Institut hält damit weiterhin an seiner blinden Genehmigungsgewohnheit fest und ignoriert die zahlreichen Warnungen von Medizinern und Ökologen vor Risiken, die besonders antibiotika-resistente Pflanzen für Mensch und Umwelt mit sich bringen können.

Die LBP hat Anfang Mai 1999 mit dem Freisetzungsversuch begonnen und genmanipulierte Kartoffeln ausgepflanzt. Das Bayerischen Landwirtschaftsministeriums hat nach eigenen Angaben die LBP allerdings "angewiesen, in diesem Jahr die Freisetzung jener Kartoffellinien auszusetzen, die die Amikacin-vermittelnde Resistenz aufweisen".

Immerhin wurde damit, zumindest in diesem Jahr, einem Teil der Bedenken der Einwender Rechnung getragen. Aufgrund der anderen, auch im Einspruch der Greenpeace Gruppe München aufgeführten, mit dem Freisetzungsversuch verbundenen Risiken, fordern wir die LBP weiterhin auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und freiwillig auf die Weiterführung der Freisetzung zu verzichten.