Ammergebirge   Ammergebirge   Ammergebirge

  

 

Das Ammergebirge ist ein Schlüsselgebiet für einen Nationalpark

Deutschlands größtes Naturschutzgebiet mit 29.877 ha  - mit großen Teilen ohne bzw. naturnaher Holznutzung - wurde schon 1926 gegründet. Es ist in Hotspot der Biodiversität.   

Das  Ammergebirge hat eine herausragende Stellung aus Sicht des Arten – und Biotopschutzes. Ihr vielfältiger Waldbestand und das Vorkommen an überregional bis landesweit bedeutenden Pflanzen – und Tierarten unterstreicht dieses hohe Ansehen. In den Bergwäldern besteht noch die naturnahe Baumartenzusammensetzung aus Fichte, Kiefer, Buche und Tanne. Zudem hat die Verzahnung der Bergwälder mit Schneeheide-Kiefernwäldern, Latschenfeldern und Sotterkaren einen hohen Naturschutzfaktor. Auf den Fels und Schuttfluren befindet sich eine Vielzahl von seltenen Pflanzenarten. Unter den Tierarten gibt es ebenso seltene zu entdecken, wie den Flussuferläufer, Hasel-Birkhuhn, Auerhuhn, Weißrückenspecht und Schneehühner. Deshalb ist es sehr wichtig, dass das Ammergebirge mit ihrer ökologischen Bedeutung für die Zukunft erhalten wird.

Im Ammergebirge gibt es einen Vorschlag für ein Nationalparksuchraum von 23.000 ha.

Ammergebirge Vorschlag NLP

Er umfasst den kalkalpinen Teil des Ammergebirges zwischen Lech und Loisach, das Höllental, den Nordteil der Zugspitze (2926 m) und Alpspitz, sowie die Notkarspitze (1888 m), Kreuzspitz (2185 m), Säuling 2048, Hochplatte (2082).

Die betroffenen Wälder im Nationalparksuchraum Ammergebirge werden von dem BaySF Forstbetrieb Oberammergau bewirtschaftet.
Die Hauptbaumart (gesamter Betrieb) ist Fichte (66 %), Buche (13 %), Tanne (6 %), Kiefer (4 %) andere Laubbaumarten (10 %). In dem Nationalparkvorschlag würde eine Waldfläche von 14.000 ha einfließen, davon 40 % Bergmischwälder mit Buche, 15 % Subalpine Fichtenwälder und 5 % Sonderstandorte mit Schneeheide-Kiefernwälder. 9.000 ha wären Nichtwaldflächen wie z.B. Latschen mit 2.500 ha.

Ein Nationalpark wäre auch eine neue wirtschaftliche Strategie. Denn durch die Erwärmung des Klimas wird der Wintersport in der Region stark abnehmen. So wird auch schon dieses Jahr der Saisonstart verschoben, da wenig oder gar kein Schnee gefallen ist.

Mit der Erweiterung um das südliche Naturschutzgebiet Schachen und Reintal im Wettersteingebirge würde ein Nationalpark mitten dreier Königschlösser liegen - Schloss Neuschwanstein, Schloss Linderhof und dem Schachen Königshaus - eingerahmt von den Ortschaften Oberammergau, Garmisch und Füssen. Die Sehenswürdigkeiten würden auch einen potentieller Namen "König Ludwig Nationalpark" geben.

Eine grenzüberschreitende Nationalparklösung wäre mit den österreichischen Geierköpfen (2161 m) sowie mit einer 350 ha großen Fläche der österreichischen Bundesforsten in Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu diskutieren.

Von der Nationalparkinitiative Ammergebirge bestehen auch schon u.a. konkrete Vorschläge zu

  • Borkenkäferbekämpfung in den Randgebieten
  • In die Pflegezone würden auch Objektschutzwälder übernommen
  • Ausweisung von Almwiesen zur Almbeweidung der Lichtweiden (sollen in die Managementzone integriert werden)
  • Besucherleitsystem mit Einbindung der heutigen Freizeit und Kulturangeboten

Weiterführender Link zum Ammergebirge:

Initiative Nationalpark Ammergebirge